Ausfuhranmeldung

Eine Ausfuhranmeldung muss bei jeder Ausfuhr in ein sogenanntes Drittland ab einem Rechnungswert von mehr als 1.000 Euro erstellt werden. Für diese Ausfuhranmeldung ist die Schriftform vorgesehen. Drittland meint an dieser Stelle einen Staat außerhalb des Gemeinschaftsgebietes der Europäischen Union, das heißt außerhalb des Zollgebietes der EU. Einige Länder gehören zwar zur Währungsunion, es handelt sich bei ihnen aber nicht um EU-Staaten. Dementsprechend werden diese Länder (z.B. Andorra, Monacco, San Marino und Vatikanstadt) als Drittländer definiert.

Bei der Ausfuhranmeldung handelt es sich um ein Dokument, auf dem die zu versendende Ware genau deklariert wird. Dafür gibt es Warennummern, die auch Zolltarifnummern genannt werden. Damit soll sichergestellt werden, dass nur Waren exportiert werden, die nicht gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen. Amtliches Muster für die schriftliche Ausfuhranmeldung ist das Einheitspapier. Seit dem Jahr 2009 müssen Ausfuhranmeldungen in der gesamten EU elektronisch abgegeben werden. Bereits 2006 war das EDV-Verfahren ATLAS-Ausfuhr in Deutschland eingeführt worden, welches das bisher papiergebundene Ausfuhrverfahren für die Wirtschaft ablösen sollte.

Grundsätzlich müssen bei der Ausfuhranmeldung je nach Warenwert unterschiedliche Formulare ausgefüllt und vorgelegt werden.

  • Liegt der Warenwert unter 3.000 Euro, müssen Sie Blatt 1, 2 und 3 der Ausfuhranmeldung ausfüllen.
  • Wenn die Waren einen Wert von mehr als 3.000 Euro haben, wird Blatt 3 der Ausfuhranmeldung benötigt, das vorab ausgefertigt werden muss. Dies geschieht in einem zweistufigen Verfahren und ist Aufgabe des örtlich zuständigen Binnenzollamts.
  • Bei einem Warenwert von unter 6.000 Euro muss zusätzlich eine Ursprungserklärung vorgelegt werden. Wenn Sie kein „ermächtigter Ausführer“ sind, sollte diese Erklärung, inklusive Klarschrift, Ort und Datum, im Original unterschrieben werden.
  • Liegt der Warenwert über 6.000 Euro, verlangt der Zoll zudem die Warenverkehrsbescheinigung EUR.1.

Diese Angaben gelten für den Versand in die meisten Drittstaaten. Bei bestimmten Ländern kann es zu gewissen Abweichungen kommen, auf die wir Sie jedoch in dem Informationstext zu dem jeweiligen Land hinweisen.

In der Regel bekommt man die Ausfuhranmeldung, indem man die ausgefüllte Ausfuhrerklärung plus Ware beim zuständigen Zollamt einreicht und frei stempeln lässt. Diese Verfahren ist natürlich sehr umständlich und zeitaufwendig, wenn man des Öfteren Waren in Drittländer versendet.

Für diese Fälle wurde die notwendige Ausfuhranmeldung vereinfacht. Als zugelassener Ausführer kann man einen Antrag auf Befreiung von der Einzelgestellung stellen und so das Verfahren der Ausfuhranmeldung deutlich beschleunigen. Wird diesem Antrag zugestimmt, dann werden unterschriebene Ausfuhrerklärungen vom Zollamt vorab und blanko ausgefertigt. Die betreffende Person wird dann als „zugelassener Ausführer“ bezeichnet.

Der Zoll bietet auf seinen eigenen Internetseiten Formulare zum Download und zur direkten Online-Bearbeitung an, um den Ausführenden die Arbeit zu erleichtern. Zu den Seiten des Zolls gelangen Sie über diesen Link: Zoll Informationen