Versandziel Bosnien und Herzegowina

Standardlaufzeiten und Abwicklung der Zustellung:
Ein Versand von Paketen oder Päckchen ist auch nach Bosnien und Herzegowina möglich. Jedoch ist beim Standardversand mit einer Laufzeitorientierung von etwa zwölf Tagen zu rechnen. Beim etwas teureren Premium-Versand reduziert sich die Versandzeit auf fünf bis sieben Tage.
Bosnien-Herzegowina ist als Drittland kein Mitglied der Europäischen Gemeinschaft (EG), so dass für den Staat das Binnenhandelsabkommen der EU nicht gültig ist. Deshalb müssen für den Versand nach Bosnien und Herzegowina die gültigen Zollbestimmungen beachtet und eine Zollerklärungen ausgefüllt werden.

Versandvorbereitungen:
Grundlage für jeden erfolgreichen Versand von Päckchen oder Paketen ist eine korrekte Adressierung, die in Bosnien-Herzegowina wie folgt aussieht:
– Vor- und Zunahme des Empfängers
– Straße und Hausnummer
– Postleitzahl und Bestimmungsort
– Bestimmungsland

Auf das Paket sollte neben der deutschen Landesbezeichnung BOSNIEN UND HERZEGOWINA außerdem entweder die französische Bezeichnung BOSNIE-HERZÉGOVINE oder die englische Version BOSNIA AND HERZEGOVINA geschrieben werden.

Zollerklärung Bosnien und Herzegowina:
Weil Bosnien und Herzegowina nicht zum Zollgebiet der Europäischen Gemeinschaft gehört, ist für den Versand eine Zollinhaltserklärung erforderlich. Für die Zollinhaltserklärung sind Angaben zum Inhalt des Paketes sowie zum Wert der zu versendenden Waren zu machen. Die Zollinhaltserklärung kann bei Paketen (Formblatt CN23) nur auf Englisch, bei Päckchen (Formblatt CN22) zudem auch in Französisch sowie in den Landessprachen Bosnisch, Serbisch und Kroatisch ausgefüllt werden.
Bei Geschenksendung mit einem Warenwert von maximal 50 KM (Konvertible Mark), was etwa 98 Euro entspricht, ist eine zollfreie Einfuhr möglich. Es müssen aber 11 KM bzw. knapp 22 Euro Übernahmegebühren bezahlt werden. Sendungen mit Parfüm, Tabak und Alkohol müssen verzollt werden. Enthalten Pakete oder Päckchen Nahrungsmittel, die nicht industriell produziert wurden, wird für diese ein sanitäres Gutachten verlangt (Stand: Juli 2011).
Beim kommerziellen Versand nach Bosnien und Herzegowina muss generell eine Handelsrechnung vorgelegt werden. Mit Sendungen aus einem EG-Land wird zudem ein Präferenznachweis und bei einem Warenwert außerdem eine Ausfuhranmeldung benötigt (Stand Juli 2011).

Bei Fragen können Sie sich an den deutschen Zoll unter der Telefonnummer 0351/44834-510 (Privatpersonen) bzw. 0351/44834-520 (Unternehmen) oder den Zoll in Bosnien-Herzegowina mit einer E-Mail an info@uino.gov.ba wenden (Stand: Juli 2011).

Weitere Auskünfte kann auch die deutsche Botschaft in der Hauptstadt Sarajevo geben, die via E-Mail (info@sarajewo.diplo.de) oder telefonisch unter +387 (0)33/565-300 erreicht werden kann. Zudem unterhält Bosnien und Herzogiwina eine diplomatische Vertretung in Berlin. Die E-Mail-Adresse der Botschaft lautet mail@botschaftbh.de und die Telefonnummer 030/81 47 12 10. (Stand: Juli 2011)

Informationen über das ausländische Postunternehmen:
In Bosnien und Herzogowina gibt es ein eigenes Postsystem, das auch nach dem Krieg schnell wieder funktionstüchtig war und für einen einfachen Versand in das Land sorgt. Die Auslieferung von Päckchen oder Paketen wird ab der Grenze von Bosnien und Herzegowina zumeist von der landeseigenen Post übernommen. Über ein eigenes Postnetz in Bosnien-Herzegowina verfügen nur wenige Paketdienstleister.

Länderbeschreibung:
Bosnien und Herzegowina liegt im Südosten Europas. Östlicher Nachbar ist Serbien und im Südosten grenzt das Land an Montenegro. Die längste Grenze besteht zu Kroatien, das Bosnien und Herzegowina im Westen und Südwesten sowie im Norden begrenzt. Etwa 4,6 Millionen Menschen leben in dem Staat. Gut ein Zehntel der Bevölkerung ist im Großraum der Hauptstadt Sarajevo angesiedelt (Stand: Juli 2011). In Bosnien und Herzegowina gelten die Amssprachen Serbisch, Bosnisch sowie Kroatisch, die mit kyrillischem (serbisch) oder lateinischem (bosnisch/kroatisch) Alphabet geschrieben werden.

Bosnien und Herzegowina erreichte seine Unabhängigkeit im Jahre 1992, zuvor war das Land ein Teil Jugoslawiens. Im Zuge der Unabhängigkeit wurden die Landesgrenzen beibehalten, die bereits 1978 auf dem Berliner Kongress festgelegt worden waren.