Just in time

Die Bezeichnung Just in time wird sowohl bei der Produktion als auch bei der Lieferung verwendet. Grundgedanke hierbei ist, dass Material, das zur Produktion von Gütern benötigt wird, genau in dem Moment geliefert wird, in dem es benötigt wird.

Ein funktionierendes Just-in-time-Verfahren verlangt eine exakte Ermittlung der Bedarfsmenge für jeden einzelnen Produktionsschritt. Probleme bei der Just-in-timeLieferung können zu erheblichen Herstellungsverzögerungen führen. Daher verpflichtet sich der Just-in-time-Lieferant zu absoluten Einhaltung der zeitlichen Vereinbarung.

Beim japanischen Automobilhersteller Toyota wurde das Just-in-time-Konzept erstmalig angewendet.

Die Anwendung des Just-in-time-Konzepts hat Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen gehört die Neuansiedlung von Zuliefererbetrieben in die Nähe des Großkunden, was neue Arbeitsplätze schafft, die Reduzierung der Lagerkosten und langfristige Verträge, die die Existenz des Zulieferers sichern. Nachteile am Just-in-time.Prinzip ist das erhöhte Verkehrsaufkommen, da auch nur kleinere Mengen transportiert werden. Bei Problemen in der Lieferkette kann es schnell zu Verzögerungen und Ausfällen in der Produktion kommen und zu hohen Strafen bei Nichteinhaltung der Termine.

Um sich nicht allein von einem Zulieferer abhängig zu machen, werden zumeist die gleichen Teile von verschiedenen Herstellern bezogen. Wenn sich mehrere Zulieferer in die Nähe eines Herstellers ansiedeln, dann entstehen so genannte Industrieparks.