Namibia

Standardlaufzeiten und Abwicklung der Zustellung
Die Standardlaufzeit für Päckchen oder Pakete nach Namibia beträgt im Durchschnitt zehn bis zwölf Tage. Wird ein kostspieligerer Premium-Versand hinzugebucht, können Pakete schon nach sechs bis acht Tagen ihr Ziel erreichen. Bitte beachten Sie, dass die Angaben der verschiedenen Postdienstleister bezüglich der Größe und des Gewichts von Paketen und Päckchen abweichen können.

Versandvorbereitungen:
Wenn Sie die Adresse auf Ihrer Sendung notieren, sollten Sie lateinische Buchstaben und arabische Ziffern verwenden. So lassen sich Missverständnisse vermeiden. Empfehlenswert ist es außerdem, sich an die landestypische Adressierung zu halten. In Namibia ist die Reihenfolge meist wie hier dargestellt:
– Name des Empfängers
– Postamt
– Postfach
– Bestimmungsort
– Bestimmungsland
Das Bestimmungsland wird im internationalen Versand immer in Großbuchstaben angegeben. Dabei sollten Sie neben der deutschen Bezeichnung NAMIBIA zusätzlich die englische (NAMIBIA) oder französische (NAMIBIE) Bezeichnung anfügen.

Zollerklärung Namibia:
Für den Versand von Paketen und Päckchen in das außereuropäische Ausland müssen Sie Angaben über den Inhalt Ihrer Sendung machen. Für das Verschicken von Paketen nach Namibia sind zwei Zollinhaltserklärungen (CN23) notwendig, für Päckchen genügt eine Zollinhaltserklärung (CN22). Beide sollten allerdings gut leserlich und in englischer Sprache ausgefüllt werden. Damit der Zoll bei der Kontrolle der Sendungen schnell vorankommt, befestigen sie die Formulare bitte gut sichtbar auf der Adressenseite Ihrer Sendung. Die Formulare sind sowohl online als auch in jeder Postfiliale erhältlich. Bitte verzichten sie darauf, persönliche Mitteilungen anzufügen, da dies in Namibia nicht erlaubt ist.
Grundsätzlich dürfen lebende Tiere, große Mengen an Arzneimitteln (oftmals wird bei der Einfuhr von Medikamenten ein Nachweis über die Notwendigkeit verlangt), Pflanzen und Fleisch nicht nach Namibia eingeführt werden. Lebensmittel unterliegen strengen Zollbestimmungen. Detaillierte Auskünfte zu den Zollbestimmungen Namibias können Sie bei den namibischen Behörden erfragen. Diese erreichen Sie telefonisch unter der Nummer +264-61-2837292, per Fax unter +264-61-253865 oder per E-Mail unter smuts@mti.gov.na. Die Website der Behörde www.mti.gov.na liefert weitere Informationen. (Stand: Dezember 2011)
Auch die namibische Botschaft ist ein kompetenter Ansprechpartner für Fragen den Zoll betreffend. In Berlin erreichen Sie die Mitarbeiter der Botschaft unter der Telefonnummer 030-25 40 95-0. Faxe können Sie an die Nummer 030-25 40 95 55 schicken. E-Mails richten Sie bitte an namibiaberlin@aol.com.
Wenn Sie sich an die deutsche Botschaft in Windhoek wenden, werden Sie ebenfalls gut beraten. E-Mails können Sie an die Adresse info@windhuk.diplo.de richten. Telefonische Anfragen werden unter der Telefonnummer 00264 61-27 31 00 entgegen genommen. Faxe richten Sie bitte an 00264 61-22 29 81.

Informationen über das ausländische Postunternehmen:
Das namibische Postunternehmen Namibia Post limited oder kurz NAMPOST genannt wurde 1990 als rein staatliches Unternehmen gegründet. Heute beschäftigt das Unternehmen über 750 Mitarbeiter. NAMPOST hat eines der modernsten Briefverteilungszentren Afrikas und etwa 130 Postämter und -agenturen. Briefe und Pakete werden in Namibia nicht ausgetragen, sondern müssen von sogenannten Verteilerstationen abgeholt werden, die überall im Land eingerichtet sind. Im Rahmen eines Beschlusses einer Regionalgruppe des Weltpostvereins soll der Postdienst in Namibia allerdings verbessert werden. Vor allem in geografische Regionen, in denen eine Brief- und Paketlogistik bisher gar nicht oder nur sehr unterentwickelt vorhanden war, soll ein Postdienst aufgebaut werden. Sie erreichen das Unternehmen unter der Telefonnummer +264 61 201 3007, per Fax unter +264 61 309 144 oder auf dem elektronischen Wege unter ambrosiusip@nampost.com.na. (Stand: August 2011)

Länderbeschreibung Namibia:
Namibia ist im südwestlichen Afrika gelegen. Seine Nachbarstaaten sind Angola, Sambia, Botsuana und Südafrika. Das Land grenzt außerdem an den atlantischen Ozean. Der Grenzverlauf mit Simbabwe ist strittig. Namibia ist extrem dünn besiedelt. Auf einer Fläche von 824.292 Quadratkilometern leben nur 2,1 Millionen Menschen. Die Bevölkerung konzentriert sich dabei auf wenige Städte und den Norden des Landes. Das Klima Namibias ist arid, also heiß und trocken mit einer Regenzeit von Januar bis März/April. Das Land ist durch zwei Wüsten geprägt: die im Westen gelegene Namib und im Osten die Kalahari. Dazwischen befindet sich das Binnenhochland. Aufgrund dieser klimatischen Gegebenheiten ist die landwirtschaftliche Nutzung des Landes nur beschränkt möglich. So konzentriert man sich im trockenen Süden auf die Viehzucht und im fruchtbaren Norden auf den Ackerbau. Angebaut werden vorwiegend Hoodia, Oliven, Wein, Datteln und Rosen. Obwohl Namibia zu den reicheren Ländern Afrikas zählt, ist seine Wirtschaft durch eine hohe Arbeitslosigkeit und niedrige Löhne geprägt. Wichtige Wirtschaftszweige sind der Bergbau, die bereits erwähnte Landwirtschaft, die Fischerei und der Tourismus. Die ehemalige deutsche Kolonie Deutsch-Südwestafrika wurde nach dem Ersten Weltkrieg von den Briten eingenommen, bevor sie 1920 als Mandatsgebiet der Südafrikanischen Union übergeben wurde. Die hielt das Land bis zu seiner Unabhängigkeit im Jahr 1990 besetzt. (Stand: Dezember 2011)