Nigeria

Standardlaufzeiten und Abwicklung der Zustellung
Die Standardlaufzeit für Päckchen und Pakete nach Nigeria beträgt 10 bis 14 Tage. Wenn Sie einen Premiumversand hinzubuchen kann sich die Laufzeit auf acht bis zehn Tage verkürzen, allerdings wird dieser Service nicht von allen Postdienstleistern angeboten. Achten auch darauf, dass die Maße und Gewicht für Päckchen und Pakete zwischen den verschiedenen Postdienstleistern variieren.

Versandvorbereitungen:
Für den Versand nach Nigeria sollten Sie die Adresse immer in lateinischen Buchstaben und arabischen Ziffern angeben. Außerdem empfiehlt es sich die landestypische Reihenfolge zu benutzen.
– Name des Empfängers
– Hausnummer und Straße, Stadt
– Bestimmungsort und Postleitzahl
– Bundesstaat
– Bestimmungsland
Das Bestimmungsland wird im internationalen Versand immer in Großbuchstaben abgegeben, damit Missverständnisse vermieden werden. Aus dem gleichen Grund wird neben der deutschen Bezeichnung NIGERIA auch immer noch eine Bezeichnung in Englisch (NIGERIA) oder Französisch (NIGÉRIA) angefügt.

Zollerklärung Nigeria:
Wenn Sie Päckchen oder Pakete nach Nigeria verschicken, müssen Sie eine sogenannte Zollinhaltserklärung machen. Für Päckchen können Sie dazu das Formular CN22 nutzen. Dieses füllen Sie bitte in Englisch aus und bringen es von außen gut sichtbar auf der Adressenseite ihrer Sendung an. Für Pakete nehmen Sie das Formular CN23. Dieses müssen sie ebenfalls auf Englisch, allerdings in dreifacher Ausführung ausfüllen. Auf persönliche Mitteilungen sollten Sie verzichten, da dies für Sendungen nach Nigeria nicht erlaubt ist.
Zahlungsmittel, Wertgegenstände und Mobiltelefone sind in Paketen nicht zulässig. Gegenstände des üblichen persönlichen Bedarfs dürfen eingeführt werden. Die Zollvorschriften können sich kurzfristig ändern. Es ist also empfehlenswert sich, bevor Sie ihr Paket oder Päckchen abschicken, mit der nigerianischen Botschaft in Berlin in Verbindung zu setzen. Sie erreichen die Botschaft von Montag bis Freitag zwischen 10:00 und 14:00 Uhr. Schriftliche Anfragen senden Sie bitte an info@nigeriaembassygermany.org. Telefonisch erreichen Sie die Botschaft unter 030-212300, die Faxnummer lautet 030-21230164.
Bei Bedarf können Sie Ihre Fragen auch an die deutsche Botschaft in Nigeria richten. Sie hat ihren Sitz der Hauptstadt Abuja. Für den telefonischen Kontakt wählen Sie bitte die Nummer 00234 9-220 80 10, Faxe gehen an 00234 9-220 80 09. Auf elektronischem Wege erreichen Sie die Mitarbeiter der Botschaft unter info@abuja.diplo.de. Bitte beachten Sie, dass bei Benutzung einer Telefon-bzw. Faxverbindung via Satellit höhere Kosten entstehen können.

Informationen über das ausländische Postunternehmen:
Ein Postwesen gab es in Nigeria schon zu Kolonialzeiten. Im Jahr 1852 gründeten die britischen Kolonialherren das erste Postamt. Gut 40 Jahre später wurde die damalige Royal Niger Company Mitglied des Weltpostvereins. Mit den Jahren entstanden immer mehr Postämter in Nigeria. 1925 nahm die nigerianische Post den internationalen Postverkehr auf, seit 1931 kommt die Post mit dem Flugzeug. Heute ist der Nigerian Postal Service oder kurz NIPOST für den Postdienst im Land zuständig. Das Unternehmen entstand aus der 1985 gegründeten Nigeria Telecommunications Limited (NITEL).

Länderbeschreibung Nigeria:
Die Bundesrepublik Nigeria ist in Westafrika am Golf von Guinea gelegen. Das Land hat gemeinsame Grenzen mit Benin, Niger, Tschad und Kamerun. Es herrscht ein tropisches Klima, das an der Küste feuchtwarm und im Binnenland heißt und trocken ausgeprägt ist. Mit rund 155 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von 923.768 Quadratkilometern ist Nigeria das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Es existieren circa 400 Volksgruppen. Dementsprechend groß ist die Sprachvielfalt im Land. Neben der Amtssprache Englisch, ein Erbe aus der Kolonialzeit, wird im Südwesten meist Yoruba, im Norden eher Haussa und im Südosten vermehrt Igbo gesprochen. Hinzu kommen noch geschätzte 500 weitere Sprachen. Immer wieder kommt es in Nigeria zu Unruhen zwischen Christen und Muslimen, den beiden größten Religionsgruppen. Wirtschaftlich ist die ehemalige britische Kolonie in hohem Maße vom Erdölexport abhängig. Die massive Erdölförderung der vergangenen Jahre hat zudem große Umweltschäden verursacht. So wurden Wasser, Luft und Nahrungsmittel verseucht. Nach seiner Unabhängigkeit im Jahr 1960 erlebte Nigeria eine sehr unruhige Zeit mit Aufständen in den 1960er- und 1970er-Jahren und der Übernahme der Macht durch den Diktator Sani Abacha Anfang der 1980er-Jahre, der bis 1998 das Zepter in der Hand behielt. Danach wurde das Land demokratisiert, allerdings ist die Demokratie bis heute nicht richtig verfestigt. Mit dazu bei trägt die Korruption im Land, die zusätzlich verhindert, dass das vorhandene Wirtschaftswachstum bei der Bevölkerung ankommt. Während auf der einen Seite die Erdölförderung massiv ausgeweitet wird, werden andere Wirtschaftszweige wie Industrie und Landwirtschaft vernachlässigt. Das führt dazu, dass Nigeria viele Nahrungsmittel und Dinge des täglichen Bedarfs importieren muss, um seine Bevölkerung ernähren zu können. Einen Zugang zu sauberem Wasser hat nicht einmal jeder zweite Nigerianer. (Stand: Dezember 2011)