Versandziel Philippinen

Standardlaufzeiten und Abwicklung der Zustellung:
Im westlichen Teil des pazifischen Ozeans liegen die zahlreichen Inseln der Philippinen. Da der Inselstaat in mehrere Inselgruppen unterteilt ist und die Weiten des Ozeans diese oft voneinander trennen, ist bei dem Versand eines Päckchens auf die Philippinen mit einer langen Versanddauer zu rechnen. Sie sollten sich darauf einstellen, dass es mindestens 30 Tage dauert ein Päckchen über den Seeweg, in den größten Archipel der Welt zu verschicken. Bei einem Standardversand eines Paketes sind 10 bis 14 Tage die durchschnittliche Laufzeit. Jedoch wird von vielen Versandunternehmen eine verkürzte Lieferzeit angeboten. Durch einen Kostenzuschlag können Sie Ihr Paket innerhalb von acht bis zehn Tage auf die Philippinen versenden. Aufgrund von extremen Wetterbedingungen, wie Tsunamis und Erdbeben, kann sich eine Paketzustellung verzögern.

Versandvorbereitungen:
Um Missverständnisse bezüglich der Adresse zu verhindern, befolgen Sie bitte die für die Philippinen typische Adressierung:
– Name des Empfängers
– Hausnummer, Straße, Bezirk
– Postleitzahl, Bestimmungsort
– PHILIPPINEN/PHILIPPINES

Das Bestimmungsland wird in zwei Sprachen (Deutsch und Englisch/Französisch), jeweils in Großbuchstaben aufgeführt. Eine saubere und leserliche Anschrift erleichtert den Unternehmen die Zustellung.

Zollerklärung Philippinen:
Bei dem Versand von Sendungen auf die Philippinen sind Zollinhaltserklärungen äußerst wichtig. Damit die Zollbehörden sich an die Zoll- und Einfuhrrichtlinien halten können, sollten Sie die Formulare vollständig ausfüllen. Das Formblatt mit dem Namen CN22, sollten Sie beim Verschicken eines Päckchens auf der Außenseite anbringen. Pakete, das heißt größere und schwerere Sendungen, werden auf der Anschriftenseite mit der Zollinhaltserklärung CN23 versehen.
Die Philippinen sind in vielen großen deutschen Städten mit Honorarkonsulaten vertreten. Neben dem Generalkonsulat in Frankfurt ist die philippinische Botschaft in Berlin zu finden. Bei Fragen können Sie die Behörde in Berlin an Werktagen von 9:00 bis 13:00 Uhr erreichen (Tel.: 030/864950-0 oder info@philippine-embassy.de). Bitte kontaktieren Sie die Nummer +63 2702/30-00, wenn Sie die Deutsche Vertretung in Makati City sprechen wollen. Natürlich gibt es auch hier die Möglichkeit Ihr Anliegen elektronisch an folgende Email-Adresse zu richten: info@manila.diplo.de.
Unter der Rufnummer +632 917/320-0 erreichen Sie den Kundenservice der philippinischen Zollbehörde. Ein Angestellter beantwortet Ihnen auch gerne Fragen, die Sie an info@customs.gov.ph versandt haben. (Stand: Oktober 2011)
Gewisse Gegenstände dürfen rechtlich nicht auf die Philippinen verschickt werden. Zu diesen unzulässigen Inhalten gehören unter anderem Zahlungsmittel, Wertgegenstände, leicht Verderbliches oder Zerbrechliches.
Sollten Sie nicht entflammbare Flüssigkeiten verschicken wollen, muss der Gegenstand ungeöffnet und in Originalverpackung vorhanden sein. Es wird weiterhin verlangt, über flüssigen Inhalt präzise Angaben auf den Zollinhaltserklärungen zu machen.

Informationen über das ausländische Postunternehmen:
Das philippinische Postwesen ist im 18. Jahrhundert entstanden und wird heutzutage von dem rein staatlichen Unternehmen Philippine Postal Corporation getragen. Zahlreiche Vertriebsstellen und Transportmittel sorgen für die Auslieferung von Briefen und Paketen.

Länderbeschreibung:
Der Inselstatt befindet sich in Südostasien, östlich von Vietnam und Malaysia. Von den 7107 Inseln, die zu dem Archipel gehören, sind knapp 880 bewohnt. Mit einer Fläche von ca. 300.000 Quadratkilometern sind alle Inselgruppen zusammen so groß wie Deutschland. Die Philippinen haben dabei eine Gesamtbevölkerung von 100 Millionen Einwohnern (Stand: 2010). Bis 1889 waren die Philippinen im Besitz der spanischen Krone. Spanisch galt noch bis 1973 als offizielle Amtssprache.
Die Philippinen konnten sich ihre Unabhängigkeit jedoch nicht lange erhalten. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Archipel von den Amerikanern kolonisiert und die Philippinen konnten sich erst im Jahre 1946 wieder von der amerikanischen Abhängigkeit lösen. Die heutigen Nationalsprachen sind Filipino und Englisch. Ganzjährlich haben die Einwohner der Inseln mit den Auswirkungen von Tsunamis, Vulkanausbrüchen und Erdbeben zu kämpfen.