Ruanda

Standardlaufzeiten und Abwicklung der Zustellung
Für Pakete und Päckchen, die nach Ruanda verschickt werden, müssen Sie eine durchschnittliche Standardlaufzeit von 10 bis 14 Tagen einkalkulieren. Einige Postdienstleister bieten die Möglichkeit eines Premium-Tarifs an, der die Laufzeit für Pakete auf acht bis zehn Tage verkürzen kann. Bitte bedenken Sie, dass Gewicht und Größe von Paketen und Päckchen zwischen den verschiedenen Postdienstleistern variieren können. Vollständig zurückverfolgen können Sie Ihre Sendungen leider nicht.

Versandvorbereitungen:
Um Ihre Pakete und Päckchen ohne Komplikationen nach Ruanda zu verschicken, sollten Sie darauf achten, die Adresse auf Ihrer Sendung immer in lateinischen Buchstaben und arabischen Ziffern zu schreiben. Außerdem ist es ratsam, sich an die landestypische Reihenfolge bei der Adressierung zu halten. Anders als in den meisten Ländern, muss für Sendungen nach Ruanda in der Empfängeradresse immer auch die Telefonnummer mit angegeben werden.
– Name des Empfängers
– Telefonnummer
– Postfach
– Bestimmungsort
– Bestimmungsland
Im internationalen Versand ist es üblich das Bestimmungsland in Großbuchstaben zu schreiben. Da Sie aus Deutschland versenden, vermerken Sie bitte neben der deutschen Bezeichnung RUANDA auch die englische (RWANDA) oder die französische (RWANDA) Bezeichnung.
Die Ausführung des Paketdienstes wird in Ruanda nur durch die Postämter Butare, Byumba, Cyangugu, Gatsibo, Gikongoro, Gisenyi, Gitarama, Kabaya, Kibungo, Kibuye, Kigali, Kirambo, Nyabisindu, Nyamasheke, Nyange, Ruhango, Ruhengeri, Rwamagana und Vunga gewährleistet. Wenn Sie Pakete in einen anderen Ort verschicken möchten, geben Sie bitte zusätzlich den nächstgelegenen der hier genannten Orte an.

Zollerklärung Ruanda:
Da Ruanda außerhalb der europäischen Union liegt, sind Angaben über den Inhalt von Sendungen in das Land unabdingbar. Für Pakete nach Ruanda müssen Sie deshalb drei Zollinhaltserklärungen (Formular CN23) in englischer Sprache ausfüllen. Bei Päckchen wird eine Zollinhaltserklärung (Formular CN22) fällig, die allerdings auf Französisch ausgefüllt werden muss. Persönliche Mitteilungen dürfen der Sendung beigefügt werden.
Nicht nach Ruanda verschickt werden dürfen Waffen, Drogen und pornographisches Material aller Art. Gegenstände des persönlichen Bedarfs (Sportausrüstungen, elektronische Geräte, Kameras, Laptops u.ä.) können zollfrei eingeführt werden, sollten aber deklariert werden. Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden.
Die Einfuhr von Tabak, Alkohol und Parfüm ist quantitativ beschränkt. Größere Mengen Medikamente für Spendenzwecke bedürfen einer vorherigen Erlaubnis.
Die ruandische Botschaft in Berlin steht Ihnen für weitergehende Informationen zur Verfügung. Sie erreichen die Mitarbeiter telefonisch unter der Nummer 030-20 91 65 90 oder per Fax unter 030-2 09 16 59 59. E-Mails können Sie an die Adresse info@rwanda-botschaft.de schicken. Bitte beachten Sie, dass nur die zuständige Botschaft rechtsverbindliche Auskünfte erteilen darf.
Ebenfalls ein kompetenter Ansprechpartner zu diesem Thema ist die deutsche Botschaft in Ruanda. Sie hat ihren Sitz in Kigali und ist dort unter Nummer 00250-280 57 52 22 telefonisch zu erreichen. Faxe schicken Sie bitte an 00250-280 57 72 67, E-Mails an info@kigali.diplo.de.

Informationen über das ausländische Postunternehmen:
Das Office national des postes in Ruanda ist Mitglied im Weltpostverein und versieht seit 1992 die Postzustellung im Land. Bereits 1922 wurde in der Hauptstadt Kigali das erste Postamt eröffnet. Im Jahr 2009 gab es knapp 20 Postämter im ganzen Land.

Länderbeschreibung Ruanda:
Die Republik Ruanda mit seiner Hauptstadt Kigali ist ein sehr dicht bevölkerter Binnenstaat in Zentralafrika. Seine direkten Nachbarn sind im Süden Burundi, im Westen die Demokratische Republik Kongo, im Norden Uganda und im Osten Tansania. Bedingt durch seine hügelige Landschaft wird Ruanda auch oft als „Land der tausend Hügel“ bezeichnet. Es entspricht mit einer Fläche von 25.340 Quadratkilometern ungefähr der Größe des Bundeslandes Hessen. Das Klima ist tropisch mit einer großen Regenzeit von Februar bis Mai, einer großen Trockenzeit von Juni bis Mitte September sowie einer kleinen Regenzeit von Mitte September bis November und einer kleinen Trockenzeit im Dezember und Januar. Die meisten der gut 10 Millionen Ruander sind christlichen Glaubens. Es gibt nur vereinzelt Muslime oder andere Glaubensrichtungen. Ruanda zählt mit zu den ärmsten Ländern Afrikas, nicht zuletzt wegen des Konflikts zwischen den beiden größten Volksgruppen Hutu und Tutsi, der 1994 im Völkermord an den Tutsi gipfelte. Zwar wurden in den Jahren nach dem Friedensschluss einige Fortschritte gemacht, doch immer noch leben gut 60 Prozent der Bevölkerung der ehemaligen belgischen Kolonie, die 1962 seine Unabhängigkeit erlangte, unterhalb der Armutsgrenze und davon noch einmal rund 20 Prozent unter der Grenze absoluter Armut. Die Wirtschaft im Land ist sehr landwirtschaftlich geprägt. Über 90 Prozent der Bevölkerung sind in diesem Sektor beschäftigt. Ein Großteil des Ertrags gilt allerdings der Selbstversorgung. So stellen Kaffee und Tee die primären Exportgüter dar. In geringem Maße ausgeführt werden Pyrethrum, ein pflanzliches Insektizid sowie die Mineralerze Coltan und Zinnoxid. (Stand: Dezember 2011)