Versandziel Saint-Pierre und Miquelon

Standardlaufzeiten und Abwicklung der Zustellung:
Sendungen auf die Inseln St. Pierre und Miquelon können als Paket oder Päckchen versandt werden. Die Zustellzeit einer Päckchensendung beläuft sich auf 15 bis 20 Tage. Pakete, die abhängig von dem jeweiligen Postdienstleister unterschiedliche Maße besitzen, haben eine Laufzeitorientierung von mindestens 30 Tagen. Einige Postunternehmen bieten jedoch für Paketsendungen einen schnelleren Premiumversand an. Durch das Hinzubuchen des Premiumversands erreicht Ihre Sendung ihr Ziel innerhalb von zehn bis 15 Tagen. Eine vollständige Sendungsverfolgung ist nicht möglich, da das Postunternehmen auf St. Pierre und Miquelon an den Grenzgebieten die weitere Zustellung übernimmt.

Versandvorbereitungen:
Folgende Adressierung ist für den Versand nach St. Pierre und Miquelon vorgesehen:
– Name des Empfängers
– Hausnummer und Straße oder Postbox-Nummer
– Postleitzahl und Bestimmungsort
– Bestimmungsland
Anschriften müssen immer in lateinischen Buchstaben und arabischen Ziffern verfasst werden. Häufig wird als Bestimmungsland Frankreich angegeben. Dadurch, dass die Postleitzahlen auf den französischen Inseln mit 975 anfangen, wissen die Postdienstleister, dass das Ziel der Sendung nicht das Festland Frankreich, sondern St. Pierre und Miquelon ist. Allerdings vereinfachen Sie die Zustellung Ihrer Sendung, wenn Sie zusätzlich noch ST.PIERRE UND MIQUELON angeben. Da Sie bei internationalen Sendungen das Zielland immer zweisprachig angegeben müssen, müssen Sie außerdem noch die englische (SAINT PIERRE AND MIQUELON) oder die französische (SAINT-PIERRE ET MIQUELON) Bezeichnung hinzufügen.

Zollerklärung Saint-Pierre und Miquelon:
Da das französische Überseegebiet nicht zur europäischen Zollregion gehört, muss eine Zollinhaltserklärung beigefügt werden. Das Formular CN23 ist für den Paketversand bestimmt. Päckchen benötigen hingegen das Formblatt CN22. Beide Zollinhaltserklärungen müssen auf Französisch ausgefüllt werden. Persönliche Nachrichten dürfen nicht beigefügt werden.
Streichhölzer, Rauschgifte und Betäubungsmittel dürfen nicht versandt werden. Filme und Zelluloid müssen in Weißblechbehältern eingepackt werden. Informieren Sie sich vor dem Versand bei der zuständigen Zollbehörde über die Einfuhrbestimmungen in St. Pierre und Miquelon. Diese kann unter +508/410 10-80 und unter dsf.saint-pierre-et-miquelon@dgfip.finances.gouv.fr kontaktiert werden.
Die deutsche Botschaft in Paris ist für den Inselstaat St. Pierre und Miquelon zuständig. Unter +331/538 345-00 steht Ihnen gerne ein Ansprechpartner zur Verfügung. Sie können Ihr Anliegen auch elektronisch an die E-Mail-Adresse info@paris.diplo senden. In Deutschland können Sie sich bei Fragen über den Inselstaat an die französische Botschaft wenden (Telefonnummer: 030/590 03 90-00 oder per E-Mail an: kanzlei@botschaft-frankreich.de). (Stand: Dezember 2011)

Informationen über das ausländische Postunternehmen:
Seit 1909 werden inseleigene Briefmarken gedruckt. Zwischenzeitlich griff der Staat wieder auf französische Briefmarken zurück. Heute übernimmt das französische Postunternehmen La Poste die postalische Zustellung in St. Pierre und Miquelon. Auf beiden Inseln gibt es eine Hauptpostfiliale, die für die Zustellung der Sendungen verantwortlich sind.

Länderbeschreibung Saint-Pierre und Miquelon:
Die Inselgruppe Saint-Pierre und Miquelon befindet sich östlich von Kanada und nur wenige Kilometer südlich von Neufundland. Auf einer Fläche von 242 Quadratkilometern leben etwa 6.345 Menschen (Stand: 2009). Auf den Inseln herrscht ein raues und windiges Klima. Eine hohe Luftfeuchtigkeit und starke Nebel prägen außerdem das Klima auf den Inseln. Der Inselstaat gehört zu den letzten französischen Kolonien und ist seit 1816 ein französisches Überseegebiet. Die Amtssprache ist Französisch. Lange Zeit wurde in der Bevölkerung auch Baskisch gesprochen. Seit dem 20. Jahrhundert ist die baskische Sprache kaum noch verbreitet. Entdeckt wurden die Inseln von einem italienischen Seefahrer im 15. Jahrhundert. Aufgrund der guten Konditionen für den Fischfang, wurde Saint-Pierre und Miquelon von französischen und portugiesischen Fischern besetzt. Über die Jahrhunderte hinweg stritten sich die Briten und Franzosen um die Herrschaft des Inselstaats. Letztendlich bekam Frankreich die Inseln im 19. Jahrhundert zugesprochen. Die Währung auf den Inseln ist der Euro. Allerdings gehört das französische Überseegebiet nicht zur europäischen Zollregion. Die inländische Infrastruktur besteht lediglich aus 114 Kilometer ausgebauten Straßen. Ein Schienennetz ist nicht vorhanden. (Stand: Dezember 2011)