Sudan

Standardlaufzeiten und Abwicklung der Zustellung
Wenn Sie Päckchen oder Pakete in den Sudan verschicken, sollten Sie mit einer durchschnittlichen Standardlaufzeit von 10 bis 14 Tagen rechnen. Es besteht allerdings die Möglichkeit bei einigen Postdienstleistern einen sogenannten Premium-Tarif hinzu zu buchen. Damit verkürzt sich die Laufzeit auf circa sieben Tage. Bitte beachten Sie, dass die verschiedenen Postdienstleister unterschiedliche Vorgaben für die Größe und das Gewicht von Päckchen und Paketen haben. Vollständig zurückverfolgen lässt sich Ihre Sendung leider nicht, da ab der Grenze das ausländische Postunternehmen die weitere Zustellung übernimmt.

Versandvorbereitungen:
Um Missverständnisse bei der Zustellung Ihrer Sendung zu vermeiden, sollten Sie die Adresse immer in lateinischen Buchstaben und arabischen Ziffern schreiben. Außerdem ist es empfehlenswert, sich an die landestypische Reihenfolge zu halten. Im Sudan ist folgende Adressierung üblich:
– Name des Empfängers
– Gebäude
– Straße
– Postfach
– Postleitzahl
– Bestimmungsort
– Bestimmungsland
Beim internationalen Versand von Päckchen und Paketen wird das Bestimmungsland in Deutsch (SUDAN) und einer weiteren Sprache angeben. Im Sudan ist die englische (SUDAN) oder französische (SOUDAN) Bezeichnung gängig. Achten Sie zudem darauf in Großbuchstaben zu schreiben.

Zollerklärung Sudan:
Wenn Päckchen oder Pakete außerhalb der europäischen Union verschickt werden, muss der Versender Angaben über den Inhalt machen. Für Pakete steht dabei der Formular CN23 zur Verfügung, für Päckchen nimmt man das Formular CN22. Im Sudan müssen Sie das Formular für Pakete in dreifacher Ausführung ausfüllen. Bei einem Päckchen reicht eine Zollinhaltserklärung. Die Informationen sollten dabei gut leserlich in englischer Sprache oder der Landessprache Arabisch angegeben werden. Befestigen Sie die Formulare gut sichtbar an der Adressenseite Ihrer Sendung. Auf das Beifügen von persönlichen Mitteilungen sollten Sie verzichten, da dies im Sudan nicht gestattet ist.
Des Weiteren sind Pakete mit Zahlungsmitteln und anderen wertvollen Gegenständen sowie mit flüssigen, leicht schmelzbaren, leicht verderblichem oder zerbrechlichem Inhalt nicht zulässig. Die Einfuhr von Alkohol, Schweinefleisch und pornographischen Zeitungen, Männermagazinen beziehungsweise Zeitschriften mit freizügigen Abbildungen von Frauen und Männern und vergleichbaren Filmen ist verboten. Für weitergehende Informationen bezüglich der Zollbestimmungen des Sudans wenden Sie sich bitte an die zuständige sudanesische Botschaft in Berlin. Hier werden Ihre Fragen sowohl telefonisch (030-89 06 98-0) als auch per Fax (030-89 40 96 93) oder auf elektronischem Wege (sudaniberlin@hotmail.de) beantwortet. Die Botschaft ist geöffnet von montags bis freitags zwischen 9:00 und 15:30 Uhr. Bitte beachten Sie, dass nur die Botschaft dazu berechtigt ist, rechtsverbindliche Auskünfte zu erteilen. (Stand: Dezember 2011)

Informationen über das ausländische Postunternehmen:
Das erste Postamt wurde noch zu Kolonialzeiten in Suakin im Jahre 1867 eingerichtet. Nach der Unabhängigkeit wurde 1958 das erste Postamt der Republik Sudan eröffnet. Heute versieht das staatliche Unternehmen Sudan Postal Services Co. Ltd. oder kurz Suda Post den Postdienst im Land.

Länderbeschreibung Sudan:
Die Republik Sudan ist mit ihrer Hauptstadt Karthum in Nordost-Afrika gelegen. Direkte Nachbarn des Landes sind Ägypten im Norden, Eritrea im Osten, Äthiopien im Südosten, der Südsudan im Süden, die Zentralafrikanische Republik im Südwesten sowie der Tschad im Westen und Libyen im Nordwesten. Das Klima ist tropisch. Im Sommer können bis zu 50 Grad Celsius erreicht werden. Die Vegetation reicht von der ariden Sahara im Norden bis zu den semi-ariden Savannengebieten im Süden. Nicht selten wird das Land von Sandstürmen heimgesucht, Regen fällt nur wenig. Ursprünglich hatte die Republik Sudan hat eine Fläche von knapp 2,46 Millionen Quadratkilometern. Im Jahr 2011 wurde jedoch durch ein Referendum der Süden des Landes unabhängig, wodurch sich die Landfläche um 619.745 Quadratkilometern verkleinerte. Von den, im Jahr 2008, knapp 31 Millionen Sudanesen, leben heute etwa 8,27 Millionen Menschen im Südsudan. Der Islam ist Staatsreligion im Sudan. Deshalb gibt nur eine christliche Minderheit und vereinzelt indigene Religionen. Seit 1956 ist der Sudan von der ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien unabhängig. Doch die Geschichte des Landes wurde seitdem geprägt durch Konflikte, Unruhen, Putsche und Bürgerkrieg. So befand sich das Land seit 1985 rund 20 Jahre ununterbrochen im Bürgerkrieg. Erst im Jahr 2005 konnte ein Friedensabkommen geschlossen werden, das dem Südsudan die Autonomie gewährte. Wirtschaftlich gehört der Sudan zu den ärmsten Entwicklungsländern in Afrika. Die Ernährungssituation der Bevölkerung ist größtenteils besorgniserregend. So führen Konflikte und Dürreperioden immer wieder zu Hungerkatastrophen, die humanitäre Hilfe erfordern. Das Land ist reich an Bodenschätzen wie Erdöl, Eisen, Marmor, Gold und Uran. Auch Baumwolle stellt eine wichtige Devisenquelle dar. Außerdem liefert der Sudan etwa 80 Prozent der Weltproduktion von Gummiarabikum. Wassermangel und Wüstenbildung sind allerdings charakteristisch für weite Landesteile und wirken entwicklungshemmend. (Stand: Dezember 2011)