Wertbrief

Der Wertbrief ist eine Sendung, in der Sachen von besonderem Wert enthalten sind. Daher wird dieser Brief besonders gekennzeichnet. So werden die Sachen als wertvoll angesehen und man geht bei der Zustellung besonders sorgfältig damit um.

Der Kunde muss einen Wertbrief selbstverständlich ordentlich und die Sendung sicher verpacken. Er erhält bei der Einlieferung des Wertbriefes am Schalter einen Beleg. Mit diesem Beleg kann er die Einlieferung beweisen. Das Unternehmen, das den Wertbrief befördert, haftet im Falle eines Schadens für den Inhalt des Briefes. Der Wert muss aber auf dem Einlieferungsbeleg vermerkt sein. Die Postunternehmen haften nur bis zu dieser Grenze.

Der Wertbrief hat eine lange Geschichte. So hat man in Zeiten der staatlichen Thurn und Taxisschen Postanstalten damit begonnen, bei den fahrenden Posten zwischen einfachen Briefen und Sendungen mit Wert zu unterscheiden. Auch im alten Preußen wurde der Postzwang für Wertsendungen und Wertbriefe eingeführt. Damals brachte man den Brief mit dem Geld unverschlossen zur Post. Der Beamte am Schalter stellte den Wert des Inhaltes fest und versiegelte den Brief im Anschluss. Nur so war die Sendung auch versichert. Zu dieser Zeit, also etwa um 1824, war alles, was den Wert von 10 Taler überstieg, automatisch ein Wertbrief. Der Wert der Sendung musste angegeben werden. Für den Versand musste eine entsprechende Taxe gezahlt werden.