Fracht

Der Fracht-Begriff hat zwei Bedeutungen: Zum einen ist damit die Ware gemeint, die das Kurierunternehmen zu versenden hat. Zum anderen meint Fracht das Entgelt, das für den Versand anfällt. Grundlage ist der sogenannte Frachtvertrag.

In Deutschland wird der Frachtvertrag im Handelsgesetzbuch (HGB) geregelt. Für beide Parteien des Frachtvertrages entstehen vertragliche Hauptpflichten. So muss der Frachtführer die Ware an den betreffenden Empfänger liefern, während der Absender zur Zahlung der vereinbarten Fracht verpflichtet ist.

Da der Frachtvertrag im HGB geregelt ist, ist er ein Rechtsgeschäft, das zwischen Kaufleuten abgeschlossen wird.

Bis 1992 war die Höhe der Fracht, also des Beförderungsentgelds, staatlich reguliert und im Güterfernverkehrstarif festgelegt. Seit Abschaffung dieses Tarifs kann die Frachthöhe von den Vertragsparteien individuell ausgehandelt werden. Wird der Preis unabhängig vom Gewicht und den Maßen des Transportguts vereinbart, so spricht man von einer Pauschalfracht. Im Übrigen werden schwere Sendungen zumeist nach dem Gewicht und leichte Sendungen nach dem Rauminhalt in Kubikmeter berechnet.

Im Rechnungswesen und bei der Kalkulation von Preisen wird zwischen Eingangs- und Ausgangsfrachten unterschieden. Bei den Eingangsfrachten handelt es sich um die Kosten, die dem Empfänger seitens des Transporteurs in Rechnung gestellt werden. Dagegen sind die Ausgangsfrachten die Kosten, die dem Unternehmen für die Lieferung an den Kunden entstehen.