Frachtbrief

Wird ein Frachtvertrag geschlossen und erfolgt daraufhin der Transport gewisser Güter, so bedarf es eines Frachtbriefes. In dem Frachtbrief finden sich zahlreiche Angaben zum Transport, wobei gesetzlich vorgeschrieben ist, welche Angaben zwingend notwendig sind. Zu diesen wichtigen Angaben im Frachtbrief gehören Name und Anschrift des Absenders, des Empfängers sowie Transporteurs, Ort und Tag der Ausstellung des Frachtbriefs, die Bezeichnung des Frachtguts und die Menge der Frachtstücke. Daneben können eine Reihe von freiwilligen Angaben im Frachtbrief vermerkt werden.

Der Frachtbrief dient als Beweisstück über den Abschluss und Inhalt des Frachtvertrages. Auch belegt er die Übergabe der zu transportierenden Waren an den Frachtführer sowie die Vermutung, dass Verpackung und Ware in einem äußerlich erkennbar guten Zustand sind. Auch belegt der Frachtbrief, dass die darin angegebene Menge des Transportguts mit der tatsächlichen Frachtmenge übereinstimmt.

Im nationalen Güterverkehr ist es seit 1998 nicht mehr Pflicht, dass ein Frachtbrief ausgestellt und mitgenommen wird. Stattdessen können auch andere Warenbegleitpapiere mitgeführt werden. So etwa Lieferscheine oder Ladelisten. Im europäischen Güterverkehr gibt es den so genannten CMR-Frachtbrief. CMR ist eine Abkürzung aus dem Französischen und heißt übersetzt „Internationale Vereinbarung über Beförderungsverträge auf Straßen“. Sie gilt für alle internationale Transporte, die mit einem LKW durchgeführt werden und bei denen Ausgangs- oder Endpunkt der Fracht ein CMR-Mitgliedsstaat ist.