Frankatur

Die Frankatur ist nicht anderes als eine Regelung darüber, wer im Einzelfall die Kosten für den Transport einer Sendung zu tragen hat.

Die bekannteste Frankatur ist die Briefmarke. Bevor es Briefmarken gab, musste der Empfänger das Porto zahlen, wenn nicht schon der Absender das Entgelt für die Beförderung der Sendung bezahlt hatte. Alternativ zu den Briefmarken sind als Frankatur auch die Stempel der Post bekannt, mit denen ein Brief entwertet wird.

Wenn im internationalen Geschäftsverkehr geregelt werden soll, ob Absender oder Empfänger für die Frankatur aufkommen, dann empfiehlt sich die Verwendung sogenannter Incoterms. Dazu gehören etwa „frei Haus“ und „unfrei“. Bei „frei Haus“ muss der Empfänger bei Übergabe keine Portokosten tragen. Allerdings ist damit nicht ausgeschlossen, dass ihm bei der Bestellung ein Versandkostenanteil in Rechnung gestellt wird. „Unfrei“ meint, dass der Empfänger für die Frankatur bei Übergabe der Sendung aufkommen muss.

Die wohl nach wie vor am häufigsten gewählte Frankatur ist das Aufkleben einer Briefmarke, bevor eine Sendung zum Versand aufgegeben wird. Ab dem 1. Januar 1969 waren zudem alle ausgegebenen Briefmarken unbeschränkt gültig. Zuvor gab es ein Ablaufdatum. Wer heute noch Briefmarken besitzt, deren Wertangabe in Pfennig und Mark ist, kann diese weiterhin als Porto verwenden, sofern die Marken seit dem Jahr 2000 herausgegeben worden sind.