Frankierung

Mit Frankierung ist das Aufkleben einer Briefmarke auf eine Postsendung oder die Verwendung eines Portostempels gemeint. Die Stempel werden mit Hilfe einer Frankiermaschine aufgebracht. Die Frankierung gibt zu erkennen, dass das Beförderungsentgelt für die betreffende Sendung bezahlt worden ist.

Die erste offizielle Briefmarke der Welt, die der Frankierung diente, wurde 1840 ausgegeben. Vor dieser Zeit gab es eine Reihe anderer Mittel, mit denen Postsendungen frankiert wurden. So etwa ein briefmarkenähnlicher Gebührenstreifen aus Papier. Grundidee für die Erfindung der Briefmarke war, dass nicht mehr der Empfänger das Porto zahlen sollte, sondern der Absender. Dazu bedurfte es nun einer Frankiermöglichkeit.

Mit welchem Wert genau eine Postsendung zu frankieren ist, richtet sich nach diversen Faktoren. Dazu gehört insbesondere das Maß und Gewicht einer Sendung. Aber auch die Frage, ob Inlands- oder Auslandsversand, spielt eine entscheidende Rolle für die Frankierung.

Die in Deutschland ausgegebenen Briefmarken sind unbeschränkt zum Zwecke der Frankierung gültig. Dies war nicht immer so. Bis 1969 hatten die Briefmarken ein Ablaufdatum.

Seit 2001 gibt es noch eine sehr moderne Möglichkeit der Frankierung, die sogenannte STAMPIT-Software. Dabei handelt es sich um eine Frankiersoftware aus dem Internet, mit der Postwertzeichen ausgedruckt werden können. Seit 2008 können sowohl Privat- als auch Geschäftskunden bei der Deutschen Post AG Briefmarken über das Internet bestellen, die sie zuvor mit einem eigenen Motiv versehen haben.