Haftung

Leider ist es nie ganz auszuschließen, dass es bei einem Transport von Waren zu einem Verlust oder einer Beschädigung der Sache kommt. In solch einem Fall muss geklärt werden, ob der Spediteur den Verlust bzw. die Beschädigung zu vertreten hat oder aber der Kunde bzw. Empfänger. Denn in letzteren beiden Fällen scheidet eine Haftung des Spediteurs aus. Der Spediteur muss nämlich nur für solche Schäden einstehen, die in seinem Machtbereich eingetreten sind.

Stellt sich heraus, dass der Schaden bzw. Verlust im Bereich des Spediteurs entstanden ist, so haftet er für Vorsatz ebenso wie für Fahrlässigkeit.

Bei höherer muss keine Haftung übernommen werden. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass kein Mensch Einfluss auf sie hat. Höhere Gewalt meint Naturereignisse wie Unwetter, Hochwasser und Sturm, durch die die Lieferung beschädigt wird.

Steht die Haftung fest, so muss der Dienstleister einen Wert von bis zu 8,33 ZR pro Kilogramm Rohgewicht des Transportgutes erstatten. Ob darüber hinaus auch eine Haftung für Vermögensschäden übernommen wird und wenn ja, in welchem Umfang, regelt jeder Spediteur in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen anders. Im Streitfall und einem darauffolgenden Gerichtsverfahren würde die Klausel vom Gericht auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. Denn zunächst kann jeder in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln, was er möchte.