Milk-Run

Der Milk-Run ist eine Ausprägung der Direktbelieferung, in der nach dem Milchmann-Prinzip eine feste Route abgefahren wird, der Lieferant mehrere Abnehmer abfährt und dann seine Waren verteilt. So können viele kleinere Aufträge schnell und effizient abgearbeitet und so die Transportleistung kostensparend erbracht werden.

Der Spediteur fährt bei einem Milk-Run eine feste Anzahl von Kunden an und sammelt der Reihe nach die Sendungen ein. Er kehrt in sein Zentrallager zurück und verteilt dann die Ladungen auf andere LKWs, welche sie im selben Prinzip wieder austeilen. Nur hier kann man dann nicht mehr Milk-Run dazu sagen, da keine festen Empfänger vorhanden sind.

Man kann mit dem Milk-Run-Prinzip die Laderäume der LKWs sehr gut ausnutzen. Gerade in Zeiten, in denen Laderaum knapp ist, ist es sehr wichtig, effizient zu arbeiten. Es wäre nicht von Vorteil, wenn mehrere LKWs die Kunden einzeln anfahren und so nicht nur Arbeitszeit verbrauchen, sondern auch höhere Kosten verursachen. Es würden mehr LKWs gebraucht und die Zeit würde nicht sinnvoll genutzt. Man kann die Arbeit von fünf LKWs, die dann nur zwei Stunden unterwegs sind, mit einer richtigen Route auch von einem LKW in zehn Stunden erledigen lassen.