Philatelie

Unter Philatelie versteht man das Sammeln von Briefmarken, Postwertzeichen und anderen Belegen einer Postsendung. Auch das wissenschaftliche Erforschen von Dokumenten mit postgeschichtlichem Bezug nennt man Philatelie. Alternativ könnte man hier auch den Begriff „Briefmarkenkunde“ verwenden.

Der Begriff „Philatelie“ wurde durch den Franzosen Georges Herpin geprägt, als er diesen im Jahre 1864 zum ersten Mal in einer Briefmarkenzeitschrift erwähnte. Er bedeutet aus dem Griechischen übersetzt Freund dessen, was frei von Abgaben ist. Dabei meinte er die gestempelte Briefmarke, die entwertet und bei der keine weitere Abgabe mehr fällig ist. Daneben wurde noch eine weitere Deutung aufgenommen. So steht philos für „Freund“ und telos für „ohne Ende“. So kann man den Begriff „Philatelie“ auch als „Freund dessen, was nie endet“ übersetzen. Dabei spielt der Übersetzer hier auf eine Briefmarkensammlung an, die nie vollständig sein wird, solange noch irgendwo auf der Welt neue Marken ausgegeben werden.

Heute sind in den meisten größeren Postfilialen auch Philatelien eingerichtet, um so dem Kunden die Möglichkeit zu gegeben, ganz besondere Briefmarken zu erwerben. Aber auch bei Fragen rund um die Sendungen und bei besonderen Wünschen wird dem Kunden hier geholfen.