Postwertzeichen

Eine Briefmarke, die mit einem amtlich versehenen Wert ausgegeben wurde und zum Befördern von Briefen und Päckchen gedacht ist, nennt man Postwertzeichen. Es gibt verschiedene Formen von Postwertzeichen, die als Verrechnung von Postentgelten gelten.

Das wohl bekannteste Postwertzeichen ist die Briefmarke. Hier handelt es sich um eine Marke, die mit einem Wert versehen als Entgelt auf einen Brief geklebt wird. Dieser wird dann eingeworfen oder bei der Post aufgegeben und abgestempelt. Der Stempel gilt dann als Entwertung der Briefmarke.

Daneben gibt es aber auch Postwertzeichen, die schon auf einen Briefumschlag oder eine Postkarte aufgeklebt sind. Diese sogenannten „Ganzsachen“ sind Nachrichtenträger und Wertzeichen in einem. So wurden durch die Deutsche Post zum Beispiel Postkarten ausgegeben, die schon mit einem Wertzeichen versehen waren.

Aber auch der Aufdruck einer Frankiermaschine stellt ein Postwertzeichen dar. Hier werden die Postwertzeichen nicht wie eine Briefmarke geklebt, sondern auf den Brief gedruckt. So muss keine Briefmarke geklebt werden und es können in sehr kurzer Zeit viele Briefe frankiert werden. Gerade Behörden und größere Unternehmen nutzen diese Technologie und den Service der Deutschen Post.

Amtliche Postwertzeichen gibt es in Deutschland seit der Privatisierung der Post im Jahre 1994 eigentlich nicht mehr. Die Wertzeichen, die die Briefdienste nun herausgeben, sind nach ständiger Rechtsprechung ein kleines Inhaberpapier. Die Fälschung einer Briefmarke stellt eine Urkundenfälschung dar.