Price-Cap-Verfahren

Mit dem Price-Cap-Verfahren werden von der Bundesnetzagentur die Preise der Deutschen Post festgelegt. Als alter Monopolist in diesem Bereich und als Marktführer in Deutschland steht die Deutsche Post unter ständiger Beobachtung der Netzagentur und muss sich für seine Preise rechtfertigen. So kann die Post nicht einfach die Preise erhöhen, ohne die Bundesnetzagentur um Genehmigung zu bitten.

Die Bundesnetzagentur legt die Preise für die Deutsche Post nach dem sogenannten Price-Cap-Verfahren fest. Demnach darf die Post ihre Preise einmal im Jahr in Höhe der Inflationsrate anheben. Gleichzeitig muss sich die Post aber gefallen lassen, dass sie von der Inflationsrate wieder 1,8 Prozentpunkte abziehen muss. Dies liegt daran, das die Post durch neue Entwicklungen jedes Jahr produktiver arbeiten kann und damit geringere Kosten hat.

Das Price-Cap-Verfahren ist notwendig, da die Deutsche Post in Deutschland auch noch nach Fall des Briefmonopols eine marktbeherrschende Stellung innehat. In dieser Position könnte sie die Preise ohne Überwachung beliebig erhöhen und würde damit ihre Monopol-Stellung ausnutzen. Daher überwacht die Bundesnetzagenturwird von behördlicher Seite die Preisgestaltung und sorgt so für einen fairen Wettbewerb. Für die Gewährleistung dessen wird in Deutschland das Price-Cap-Verfahren angewendet.