PZA PZU

Ein PZA ist ein Postzustellauftrag, der durch eine Postzustellurkunde bestätigt wird. Dieser Service wird von der Deutschen Post für Gerichte und Behörden angeboten, da diese Postzustellurkunden, dass dem Empfänger das Schriftstück förmlich zugestellt wurde.

In der Regel läuft ein Postzustellauftrag so ab, dass die Post oder der Postdienstleister das Schriftstück in einem Umschlag von einer Behörde oder einem Gericht erhält. Dieser geht dann in den Versand, heißt: Der Postbote wirf das Schreiben in den Briefkasten ein und quittiert dies auf der Postzustellurkunde. Diese gelben Briefe erhalten die Bürger und Kunden der Post immer dann, wenn ein Bußgeldbescheid verschickt oder eine Sendung vom Gericht zugestellt wird.

Mit der PZU oder auch Postzustellurkunde lässt sich nun nach der ZPO beweisen, dass man dem Empfänger an dem, auf der Postzustellurkunde angegebenen Datum, ein Schriftstück zugestellt hat und dieser es erhalten hat. Diese Leitungen dürfen nach Änderung des Postgesetzes auch private Dienstleister anbieten. Sie brauchen jedoch die behördliche Erlaubnis der Bundesnetzagentur und müssen sich auch das Entgelt genehmigen lassen.

Da das Schriftstück schon als zugestellt gilt, wenn es der Postbote in den Briefkasten wirft, hat er davon auch automatisch Kenntnis. Hier liegt gerade dann ein Problem, wenn derjenige, der den Brief erhält, zum Zeitpunkt der Zustellung im Urlaub ist. Meist kann er dann nur noch ein Antrag auf Wiedereinsetzung stellen.