Stückgut

Als Stückgut bezeichnet man Frachtstücke, die der Spediteur oder das Logistikunternehmen stückweise befördert und transportiert. Dabei wird in der Logistik alles als Stückgut bezeichnet, was sich am Stück und in einem Stück befördern lasst. Damit sind Gebinde gemeint und auch einfache Kisten oder beladene Paletten. Aber auch Maschinen, Anlagenteile und Rollen von Papier und Pappe.

Flüssigladungen sowie Gase, die in einem Tank geliefert werden, stellen kein Stückgut dar. Auch werden Schüttgüter, wie etwa Sand und andere Stoffe, nicht als Stückgut bezeichnet.

Als Synonym für „Stückgut“ wird häufig auch der Begriff „Sammelgut“ benutzt. Doch Sammelgut bezeichnet eigentlich nur die Raumnutzung und die Zusammenfassung von mehreren Stückgütern in einem Transportprozess.

Genau geregelt ist die Bezeichnung „Stückgut“ in der Güterkraftverkehrsverordnung. Damit ist sie auch recht klar von Ladungsverkehr abgegrenzt. Dabei werden beim Stückgut nur Aufträge für eine bestimmte Ware geschrieben und beim Ladungsverkehr ganze LKWs bestellt.

Es gibt beim Stückgut keine einheitliche Meinung darüber, wo die Grenze zum Paket gezogen werden muss. Bei Paketen spricht man bei einem Gewicht von etwa 40-50 kg noch von einem Paketversand. Oberhalb davon muss ein Stückgut-Versender beauftragt werden und die Lieferung wird als Stückgut bezeichnet. Die genauen Grenzen von Paket und Stückgut muss der Kunde bei jedem Paketdienst erfragen.