VMI

VMI steht für Vendor Managed Inventory und ist ein Konzept der Warenversorgung, bei dem die Steuerung des Lieferungsprozesses nicht durch den Kunden und Abnehmer erfolgt, sondern einzig und allein durch den Lieferanten. Damit will das VMI erreichen, das die Performance in der Logistikkette gesteigert wird.

Durch einen Rahmenvertrag wird mit dem Lieferanten vereinbart, dass dieser eine Lagerfläche, einen Tank oder ein Silo allein bewirtschaften darf. Damit übernimmt der Lieferant die volle Verantwortung dafür, dass die Ware verfügbar ist. Dabei ist die Grundlage meist das Abverkaufsdatum der Ware und der Lieferant muss dann dafür sorgen, dass die Ware nicht ausgeht.

Der Kunde übermittelt dann seinem Lieferanten regelmäßig die Verkaufszahlen. Damit weiß der Lieferant, wie viele Waren noch im Lager vorhanden sind. Er füllt dieses Lager dann selbstständig nach.

Dieses Prinzip VMI findet gerade im Einzelhandel viel Anwendung. Hier befüllen und versorgen einige Hersteller die Regale selbst. Der Händler muss sich somit um nichts mehr kümmern. Dabei ist meist die einzige Forderung an den Lieferanten, dass immer ein bestimmter Mindestbestand verfügbar ist. Die Lieferkette wird dabei soweit optimiert, dass man keinen Bestellvorschlag mehr machen muss und es auch keine Falschlieferung mehr gibt. Der Lieferant ist beim VMI dafür immer selbst verantwortlich.