Volumenpricing

Das Volumenpricing ist eine Möglichkeit der Abrechnung von Paketsendungen, die von einigen Paketversendern genutzt wird. So wird hier nicht nach Gewicht bezahlt, sondern ausschließlich nach der Größe des Paketes. Der Versender kann damit auch schwere Sachen, die aber recht klein sind, einfach und günstig verschicken.

Gerade Hermes und auch GLS arbeiten mit diesem System. Hier kommt es auf die Summe der längsten Seite und der kürzesten Seite an, nicht mehr auf das Gewicht der Sendung. Damit können auch kleine Sendungen mit hohem Gewicht günstig befördert werden.

Der Hintergrund einer solchen Regelung ist offenbar ganz praktischer Natur. Der Versender bedient sich einfacher Paketshops. Theoretisch müsste er diese mit der gesamten Technik ausstatten. Dann hätte aber auch die kleine Bäckerei, die den Service nur nebenbei anbietet, eine vollausgestattete Theke, wie etwa eine Postagentur in kleineren Supermärkten. Dies will man offenbar vermeiden. Stattdessen werden Paketshops schaffen, die ausschließlich mit einem Handscanner und einem kleinen Maßband auskommen. Damit lassen sich die Paketgrößen schnell bestimmen und die Gewichte spielen beim Volumenpricing keine Rolle mehr. Für diese Methode haben sich die Versender Hermes und GLS entschieden: Sie bieten die Pakete danach nur in Größen-Kategorien an. An einem Maximalgewicht der Pakete ändert dies aber nichts.