Werkverkehr

Als Werkverkehr wird der Transport von Handel und Industrie bezeichnet, welcher von diesen in eigener Regie durchgeführt wird. Dabei werden die Transporte mit dem eigenen Personal, den eigenen Fahrzeugen und auf eigene Kosten durchgeführt.

In Deutschland ist der Werkverkehr in § 1 Abs. 2 des Güterverkehrsgesetzes geregelt. Dieser schreibt vor, dass nur Güter für eigene Zwecke durchgeführt werden dürfen. Dabei dürfen die Güter nur dem Eigenverbrauch dienen und damit nur auf Rechnung des eigenen Unternehmens abgewickelt werden. Dabei ist der Transport für Mutter- oder Schwestergesellschaften ausdrücklich kein Werkverkehr. Für den Werkverkehr braucht der Unternehmer aber keine Erlaubnis und muss keine Lizenzen beantragen. Er nimmt nicht am Wettbewerb teil und muss sich daher den Vorschriften nicht unterwerfen. Die Fahrzeuge müssen aber trotzdem vorschriftsgemäß gewartet und gepflegt werden.

Der Werkverkehr ist in Deutschland auf dem Rückzug. Gerade in der Industrie lohnt es sich nicht immer, mit eigenen Fahrzeugen zu fahren. Da man im Werkverkehr nicht am Wettbewerb teilnehmen darf, hat man als Unternehmer zwangsläufig das Problem, das es vermehrt zu Leerfahrten kommt. Hier kann man die Aufträge nur noch an einen externen Fuhrunternehmer abgeben oder man gründet ein eigenes Transportunternehmen. Mit diesem kann man aber auch fremde Frachten annehmen. Hier muss man dann aber eine Genehmigung beantragen.